Eröffnung Do 11. Juni 2026 um 16 Uhr

Internationales Waldkunst Zentrum

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Über ein Schuljahr hinweg gestalteten zwölf Klassen der Lichtenbergschule Darmstadt ein WaldKUNSTklassenzimmer als dauerhaft nutzbaren Lern- und Begegnungsort. In künstlerischen Arbeiten setzten sie sich mit dem Ökosystem Wald auseinander und verliehen ihm eine Stimme.

Eine Kooperation der Lichtenbergschule Darmstadt, dem Verein für Internationale Waldkunst e.V. und freien Künstler:innen aus der Region.

Mit freundlicher Unterstützung: KUNSTvoll Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Wissenschaftsstadt Darmstadt, Förderverein, Profilschule Kulturelle Bildung, Europaschule, FB_Gestaltung h_da

Der außergewöhnliche Lernort bietet den Lehrkräften der benachbarten Lichtenbergschule die Möglichkeit, Unterricht unter freiem Himmel abzuhalten. Gedacht ist zunächst an das Fach Kunst, doch auch andere Unterrichtsfächer sind denkbar. Nicht zuletzt dürfte der schattige Ort an heißen Sommertagen gerne als Alternative zum überhitzten Schulraum genutzt werden.

Geleitet ist das Projekt durch das eingespielte Team Künstlerin Kim Rathnau (IWZ) und Kunsterziehern Ilka Brosch (LUO). Uli Muders sowie der Kuratorin Ute Ritschel unterstützen das Projekt von Seiten der Walkunst. Weitere engagierte regionale Künstlerinnen und Künstler schlossen sich an. Durch die Umsetzung von Kunstprojekten mit insgesamt 13 beteiligten Klassen der Jahrgangsstufen 6 bis Q2 mit rund 300 Schüler:innen konnte Natur – Kunst – Demokratie: Das WaldKUNSTklassenzimmer entstehen.

Ausgangspunkt ist das Thema des diesjährigen Internationalen Waldkunstpfads, der vom 22. August bis 4. Oktober unter dem Motto Demokratischer Wald/Democratic Forest im Forst am Böllenfalltor stattfindet. Mit diesem Projekt beteiligt sich der Waldkunstverein am Programm der World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026, das unter dem Leitgedanken Design for Democracy zahlreiche Veranstaltungen in der Region bündelt.

Ein wesentliches Merkmal ist die Kooperation von regionalen Künstler:innen und Lehrkräften im Teamteaching. Gemeinsam begleiten sie die Schüler:innen darin, vielfältige gestalterische Ansätze zu entwickeln – von Malerei und Zeichnung über plastisches Arbeiten und experimentelle Druckverfahren bis hin zu Film, Lyrik und Musik – und sich dabei zugleich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Im Zentrum stand die Beschäftigung mit dem Wald als vielschichtigem Lebensraum, als Geflecht von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Menschen. Dabei rücken Themen wie Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und Verantwortung in den Fokus. Der künstlerische Prozess eröffnet hierbei einen Erfahrungsraum, in dem demokratische Prinzipien praktisch nachvollziehbar werden. Die direkte Auseinandersetzung mit Naturmaterialien und die Inspiration durch die Umgebung bildeten den Kern des pädagogischen Konzepts. Die Initiatoren verstehen das WaldKUNSTklassenzimmer als einen dauerhaften Ort, an dem künstlerische Praxis, demokratische Bildung und nachhaltiges Denken miteinander verbunden werden.

Das WaldKUNSTklassenzimmer setzt die langjährige Kooperation zwischen Waldkunstverein und Lichtenbergschule fort. Wie frühere gemeinsame Projekte wird es im Rahmen des Förderprogramms Kunstvoll vom Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main unterstützt.