Der Verein für Internationale Waldkunst e. V. stellt sein Jahresprogramm vor – Exponate auch in der Grube Messel geplant – Am Böllenfalltor: Kinderbauwagen, Waldkunst-Picknick, Umweltdiplom – Flohmarkt und Tag der offenen Tür im Waldkunstzentrum – 25-jähriges Kuratorenjubiläum

Darmstadt, 30. Januar 2020. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Der Internationale Waldkunstpfad feiert 10. Geburtstag. Zugleich blickt dessen Organisatorin Ute Ritschel auf 25 Jahre Kuratorentätigkeit zurück. Das ist aber nicht alles. Zum Jahresauftakt präsentiert der Verein für Internationale Waldkunst e. V. ein prall gefülltes Veranstaltungspaket, das den Darmstädtern und Gästen der Stadt übers Jahr hinweg Waldkunst auf vielfältige und unterhaltsame Weise nahebringt.

Dreh- und Angelpunkt aller Waldkunstaktivitäten ist und bleibt der Internationale Waldkunstpfad. Im Jahr 2002 rief ihn Kulturmanagerin Ute Ritschel, von Haus aus Theaterwissenschaftlerin und Kulturanthropologin, ins Leben; zuvor hatte sie sich bereits mit der Biennale Vogelfrei – Privatleute stellten ihre Gärten für Kunstinszenierungen zur Verfügung – in der Darmstädter Kunstszene als Exotin einen Namen gemacht. Von Anfang an arbeitete der Verein als Träger des Waldkunstpfades eng mit der Forstverwaltung zusammen. Von dort und vom Künstler Joachim Kuhlmann war auch der Anstoß gekommen: Der damalige Forstamtsleiter Arnulf Rosenstock hatte vorgeschlagen, den Wald für eine Kunstausstellung zu nutzen, erinnert sich die 63-Jährige. Dem Wunsch war sie gerne gefolgt.

Wie seine Vorgänger steht auch der zehnte Waldkunstpfad unter einem Motto, das Ute Ritschel erdacht hat: Kunst/Natur/Identität. Vom 15. August bis 4. Oktober wird auf dem 2,6 Kilometer langen Rundweg im Forstrevier am Böllenfalltor zu sehen sein, was 15 bis 20 Künstlerinnen und Künstlern zum Thema eingefallen ist. Aus Anlass des Jubiläums weicht Ute Ritschel von ihrem Vorsatz ab, Künstler nur einmal einzuladen, und ermöglicht ein Wiedersehen mit Teilnehmern früherer Waldkunstpfade. Neu ist auch, dass die Waldkunst erstmals den Schritt nach draußen wagt. Im Unesco Welterbe Grube Messel ist eine zweite Wirkungsstätte geplant; in deren Außengelände sollen nach dem Wunsch der Kuratorin drei Waldkunstwerke installiert werden, darunter ein von der Grafikerin Barbara Beisinghoff initiiertes Gemeinschaftswerk, Canopy genannt, das Besucher mitgestalten können. Einen Vorgeschmack darauf gibt Barbara Beisinghoff bei einem dreiwöchigen öffentlichen Workshop vor der Eröffnung des Waldkunstpfades im Rahmen der Aktion KunstTREFFpunkt.

Während der dreiwöchigen Schaffensphase vor der Eröffnung können Interessierte den Künstlern im Wald und im Internationalen Waldkunstzentrum IWZ, dem Sitz des Vereins in der Ludwigshöhstraße 137, bei der Arbeit zusehen. Gelegenheit, die Künstler besser kennenzulernen, geben die Mittwochsforen am 29. Juli sowie am 5. und 12. August jeweils um 20 Uhr im IWZ.

Zu den beliebten Dreingaben der Waldkunst gehört seit einigen Jahren die Aufführung eines anspruchsvollen Theaterstücks für Kinder. Auch im Jubiläumsjahr soll es nicht fehlen, doch ist noch offen, wer es inszeniert. Nach dem Ruf der bisherigen Waldkunst-Regisseurin Kirsten Uttendorf ans Staatstheater Darmstadt ist die Position vakant.

In trockenen Tüchern ist dagegen das 8. Wissenschaftliche Waldkunst-Symposium. In bewährter Zusammenarbeit mit der Schader-Stiftung werden am Freitag, 14. August, einen Tag vor der Eröffnung des Waldkunstpfades, wieder Vorträge von Künstlern und Wissenschaftlern zu hören sein und zur Diskussion anregen.

Während der siebenwöchigen Öffnungszeit des Waldkunstpfades finden regelmäßig an den Wochenenden um 15 Uhr Führungen statt. Sechs Euro kostet die Teilnahme an dem etwa zweistündigen Rundgang mit den Fixpunkten Goetheteich und Ludwigshöhe. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Vier weitere Führungen werden in Kooperation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH an den Sonntagen 5. April, 7. Juni, und 18. Oktober jeweils ab 15 Uhr und am 27. August (Donnerstag) ab 17 Uhr zum Preis von acht Euro angeboten. Zu diesen Führungen nimmt Darmstadt Marketing Anmeldungen entgegen.

Zu den Öffnungszeiten des Waldkunstpfades jeweils Samstag von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr ist auch der Infostand geöffnet – zu finden am Eingang zum Waldkunstpfad hinter dem Waldparkplatz in Richtung Goetheteich. Dort werden Kaffee und Kuchen sowie ein kleines Sortiment an Waldkunstgegenständen und Honig zum Verkauf angeboten. Auch der Lageplan mit der Angabe aller Kunstwerke und Orte ist hier gegen einen Unkostenbeitrag erhältlich.

Frühlingserwachen und Kinderbauwagen

Bereits am 1. Mai beginnt die Waldkunst-Saison mit dem beliebten Treff, der sich unter dem Begriff Frühlingserwachen viele Freunde gemacht hat. Der arbeitsfreie Maifeiertag lädt dazu ein, sich in der aufblühenden Natur am Infostand über die Aktivitäten zu informieren und bei Kaffee und Kuchen miteinander zu plaudern. Zwei Kurzführungen um 14 und 15 Uhr zum Preis von sechs Euro machen mit ausgewählten Exponaten vergangener Waldkunstpfade vertraut. Für die Kleinen ist mit einem Kinderprogramm gesorgt. Für sie hat auch erstmals im Jahr der Kinderbauwagen geöffnet. An diesem Tag sowie vom 10. Mai bis 4. Oktober sind Kinder und ihre Familien dort von 14 bis 17 Uhr zu kostenfreien Workshops unter Leitung erfahrener Waldkunstpädagogen, Künstler und Geo-Ranger eingeladen.

Flohmarkt und Tag der offenen Tür

Auf weit mehr als 100.000 Euro belaufen sich die Kosten eines Waldkunstpfades. Den größten Teil schlucken die Ausgaben für die Künstler (Honorar, Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung) und den Katalog. Weil der Verein über kein nennenswertes Budget verfügt, ist er auf Sponsoren, Spenden und Verkaufserlöse angewiesen. Jede Gelegenheit, Geld in die Kasse zu bekommen, wird genutzt. Bewährt hat sich hierfür der Waldkunstflohmarkt mit Tag der offenen Tür, der nun vom 15. bis 17. Mai zum siebten Mal im IWZ stattfindet. Ab Mittwoch, 1. April, können nicht mehr benötigte Dinge wie Haushaltswaren, Porzellan, Dekoartikel, Schmuck, Bücher, Spiele, Accessoires oder gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben werden.

Waldkunst-Picknicks

Weil die ersten Veranstaltungen ein voller Erfolg waren, setzt der Verein in diesem Jahr seine Reihe der Waldkunst-Picknicks fort. IWZ-Mitarbeiter Matthias Lothammer, Gourmetexperte und geprüfter Stadtführer, wird seine launigen Rundgänge durch das Ausstellungsgelände wieder mit dem Genuss leckerer kleiner Häppchen verbinden, die er selbst zubereitet. Zwei Picknicks, jeweils donnerstags am 25. Juni und 24. September ab 17 Uhr sowie das Jahresabschluss-Picknick am Sonntag, 27. Dezember, ab 13 Uhr können direkt beim Verein gebucht werden. Für einen weiteren Donnerstagstermin, 23. April, ist die Anmeldung bei Darmstadt-Marketing erforderlich. Die kulinarische Waldkunstführung dauert zwei Stunden und kostet 25 Euro.

Umweltdiplom

In Kooperation mit der Stadt Darmstadt, die auch die Anmeldungen entgegennimmt, beteiligt sich der Verein an der Aktion Umweltdiplom. Dabei haben Kinder die Möglichkeit, in Workshops ihr Wissen und ihre künstlerischen Fähigkeiten auszubauen. Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Stempel bestätigt. Wer sechs Stempel zusammen hat, erhält das Umweltdiplom. Im Waldkunstpfad entstehen am 21. und 23. April Traumfänger aus Naturmaterialien, am 5. und 7. Mai erschaffen die jungen Teilnehmer kleine Wesen aus Dingen, die sie zuvor im Wald gesammelt haben. Mit Ton wird am 26. und 28. Mai gearbeitet. Die Workshops beginnen jeweils um 15.30 Uhr und dauern zwei Stunden. Die Teilnahme kostet nichts.

Katalog und Filmvorführung

Der Katalog zum 9. Internationalen Waldkunstpfad unter dem Motto Kunst Ökologie liegt jetzt vor. Er kann im IWZ zu den Öffnungszeiten sowie im Ticket-Shop am Luisenplatz und bei der Buchhandlung Schlapp in Eberstadt zum Preis von zehn Euro erworben werden. Auf 72 Seiten stellt der reich bebilderte Leitfaden in deutscher und englischer Sprache die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler vor und erklärt ihre Werke. Auch über die Philosophie der Waldkunst und den Ablauf der 7. Internationalen Waldkunstkonferenz in der Schader-Stiftung wird berichtet. Mehrere hochrangige Grußworte leiten den Katalog ein; die letzten Seiten betreffen die Arbeit des Vereins, der im vergangenen Jahr den 10. Geburtstag des Waldkunstzentrums feierte.

Am Donnerstag, 26. März, lädt der Waldkunstverein um 18 Uhr zur Katalogpräsentation ins Pfarrheim der katholischen Gemeinde St. Josef (Eberstadt, Gabelsbergerstraße 17) ein. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung zeigt Hans-Peter Wollmann Filme, die er auf dem Waldkunstpfad 2018 und beim letztjährigen Global Nomadic Art Project GNAP gedreht hat. Mit einem kleinen Imbiss ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Eintritt kostet nichts, Spenden sind aber willkommen.

Was sich sonst noch tut

Im Oktober/November steht die 9. Waldkunst-Baumpflanzaktion auf dem Programm. Im Bessunger Forst, Cooperstraße/Ecke Heidelberger Straße (vor der Cambrai Fritsch Kaserne) soll weiter aufgeforstet werden. Zum Preis von zehn Euro kann jeder einen Setzling spenden und erhält auf Wunsch eine Urkunde. Die Aktion dient dazu, die durch die Reisen der Künstler hervorgerufenen Emissionen zu kompensieren. Zugleich will der Verein dem Waldsterben Einhalt gebieten, denn auch das Areal des Waldkunstpfades ist bedroht. Die letztjährige Aktion war ein voller Erfolg. 425 Setzlinge wurden gespendet. Naturliebhaber setzten die robusten Wildkirschen zusammen mit Mitgliedern und Mitarbeitern des Vereins unter der Leitung von Förster Peter Fischer in den Boden.

Beliebt bei Kindergeburtstagen, Klassenfesten und anderen Feiern: Der Verein bietet Workshops für Kinder, Erwachsene und Familien an zum Preis von 100 Euro plus Materialkosten. Die Kinder bauen Waldhäuschen, legen Waldmobiles, gestalten Mandalas und spielen Alice im Wald-Wunderland. In den Workshops für Erwachsene erhalten die Teilnehmer Einblick in die Kunstgattungen NatureArt und EatArt. Außerdem können sie in einer Natur Schreibwerkstatt kreatives Texten üben.

Zum Feiern kann auch das IWZ-Gelände gemietet werden. Der Preis ab 60 Euro richtet sich nach der Gruppengröße.

Das hölzerne U-Boot des Schweizer Künstlers Roger Rigorth soll wieder aufgebaut werden. Im vergangenen Jahr hatte das in die Jahre gekommene Werk mangels Betriebssicherheit abmontiert werden müssen. Was viele bedauerten. Das U-Boot war ein beliebtes Highlight bei Kindergarten- und Schulkindern – man konnte so herrlich darauf herumklettern und die Welt aus einer höheren Perspektive betrachten. Ob die Rückgewinnung gelingt, hängt von der Finanzierung ab. Ute Ritschel schätzt die Kosten auf etwa 10.000 Euro. Sie hofft auf Unterstützer, denen das Boot – wie ihr – eine Herzensangelegenheit ist.

Spenden an den Verein für Internationale Waldkunst e. V. sind stets willkommen: Sparkasse Darmstadt, IBAN DE37 5085 0150 0003 0113 30, BIC HELADEF1DAS.

Das Büro des Waldkunstvereins in der Ludwigshöhstraße 137 ist besetzt: Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 14. Uhr. Telefonisch erreicht man die Mitarbeiter über die Nummer 789 95 37 und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Informationen im Internet unter www.waldkunst.com und in den sozialen Medien: www.facebook.com/waldkunstpfad.

Medienkontakt

Verein für Internationale Waldkunst e. V.
Ute Ritschel, Kuratorin
Internationales Waldkunst-Zentrum (IWZ)
Ludwigshöhstraße 137, 64285 Darmstadt
Tel. 06151 7899537 oder 714612
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Web www.waldkunst.com

 

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