Im Rahmen des Projekts World Design Capital geht der 13. Internationale Waldkunstpfad der Frage nach, was die Gesellschaft vom System Wald lernen kann

Darmstadt, 16. April 2026. Bereits zum 13. Mal veranstaltet der Verein für Internationale Waldkunst e.V. im Forst am Böllenfalltor die weltweit in der Nature-Art-Szene aufmerksam verfolgte Biennale Internationaler Waldkunstpfad. Vom 22. August bis 4. Oktober 2026 werden auf dem gut zwei Kilometer langen Pfad rund zwei Dutzend neue Kunstwerke zu sehen sein. Besonderheit in diesem Jahr ist die Einbindung in den Wettbewerb World Design Capital, ausgeschrieben von der World Design Organization (WDO), den Frankfurt mit der Rhein-Main-Region gewonnen hat. Das Wettbewerbsthema Design for Democracy führte zum diesjährigen Waldkunstthema Demokratischer Wald – Democratic Forest.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Waldkunst-Kuratorin Ute Ritschel Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt eingeladen, Vorschläge einzureichen. Rund 50 Bewerbungen gingen ein, die in einem Reader dokumentiert sind. Davon wird etwa die Hälfte in Darmstadt zu sehen sein. Ute Ritschel gefällt die tiefgründige Dimension des Themas. Sie sieht den Wald als mögliches Modell für gesellschaftliches Zusammenleben und ist gespannt darauf herauszufinden, ob und was die Menschheit vom System Wald lernen kann. Diesen Fragen geht auch die 11. Internationale Waldkunstkonferenz am Freitag, 21. August, von 12 bis 16.30 Uhr in der Schader-Stiftung (Goethestraße 2) nach. Neue Akzente in der Waldkunst setzt darüber hinaus der 3. Digitale Wald, der am Donnerstag, 20. August, um 18 Uhr eröffnet wird – erstmals in der Galerie des Internationalen Waldkunstzentrums (IWZ), Ludwigshöhstraße 137.

Die Liste der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ist noch nicht abgeschlossen. Sicher werden dabei sein: Fredie Beckmans, Barbara Beisinghoff, Stefan Benz, Emanuella Camaccii, Mark Cooley, Stefano Devoti, Rumen Dimitrov, Ilse Dreher, Regina Frank, Hannah Glaser, Rosel Grassmann, Paul Hirsch, Helina Hukkataival/Ida Sofia Fleming, Sehriban Köksal Kurt, Eric Leonardson, Anke Melin, Uli Muders, Waltraud Munz-Heiliger, Makiko Nishikaze, Dina Rautenberg, Imke Rust, Frank Schuster, Na Omi Shintani, Trond Solberg, Reka Szabo, Varol Topac und Sebastian Weissgerer. Damit sind bislang neun Länder vertreten. Beim Entstehen der Installationen und Skulpturen während des dreiwöchigen Symposiums können Interessierte zuschauen und sich mit den Künstlern über ihre Intentionen unterhalten. Tiefere Einblicke in ihr Schaffen geben die Künstler bei den Mittwochsforen am 5., 12. und 19. August jeweils um 20 Uhr im IWZ.

Traditionell umrahmt ein vielfältiges Rahmenprogramm für Kinder, Familien, Kultur- und Naturfreunde den Internationalen Waldkunstpfad. Parallel zum Saisonstart Frühlingserwachen am Freitag, 1. Mai von 14 bis 17 Uhr – mit Kaffee und Kuchen am Infostand, Kinderprogramm und zwei Kurzführungen (14 und 15 Uhr) – beginnen auch die Familien-Workshops am Kinderbauwagen: Bis zum 27. September widmen sich Waldpädagogen und Geopark-Ranger jeden Sonntag (außer 24. Mai) von 14 bis 17 Uhr einem bestimmten Waldthema und laden große und kleine Leute zum künstlerischen Gestalten mit Naturmaterialien ein – kostenfrei. Ein weiteres Highlight erwartet die Waldkunstfreunde am 1. Mai auf der Ludwigshöhe: Gleb Dusavitskiy (Dänemark) präsentiert sein Kunstwerk Lapping, gesponsert von Dr. Wolfgang Gehrke anlässlich seines 85. Geburtstags.

Als wichtige Finanzierungsquelle für den Internationalen Waldkunstpfad zählt der Waldkunstflohmarkt zu den tragenden Säulen des Jahresprogramms. Von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Mai kommen Schnäppchenjäger im IWZ auf ihre Kosten und können sich im Gartencafé bei Kaffee und Kuchen entspannen. Am Samstag, dem Tag der offenen Tür (10-18 Uhr), gibt es zudem Angebote für Kinder sowie um 12 und 15 Uhr Führungen durch das verwunschene, mit Kunstobjekten reichlich bestückte Gelände.

Gut erhaltene Dinge für den Flohmarkt nimmt der Verein ab sofort entgegen: Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie am 25. April von 10 bis 13 Uhr. Ein zweiter Waldkunstflohmarkt bietet am 21. November und im Nachgang vom 23. November bis 4. Dezember Gelegenheit, sich mit Weihnachtsdekoration und Geschenken zu versorgen. Verschenken lassen sich auch die Urkunden für Baumspenden, die der Verein zur 15. Waldkunst Baumpflanzaktion für zehn Euro pro Baum anbietet.

Kindern und Heranwachsenden die Verbindung von Kunst und Natur nahezubringen ist von Anfang an Ziel des Waldkunstvereins. Besonders intensiv geschieht dies bei den Waldkunstcamps, die erstmals in zwei Altersgruppen angeboten werden: vom 29. Juni bis 3. Juli mit der Fragestellung Können Waldwesen Familien sein? für Sechs- bis Zehnjährige und vom 6. bis 10. Juli unter dem Motto Stimmenvielfalt – Eine neue Demokratie für alle Wesen für die Altersgruppe 10 bis 14 Jahre. Beide Camps werden von 9 bis 14 Uhr von Waldpädagoginnen betreut. In der zweiten Gruppe sind noch Plätze frei.

Ab 11. Juni verlegen Schülerinnen und Schüler der benachbarten Lichtenbergschule ihren Kunstunterricht ins WaldKUNSTklassenzimmer des IWZ – ein Kooperationsprojekt mit dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen der Initiative Kunstvoll. Elf Schulklassen aller Altersgruppen nutzen die Gelegenheit, sich zum Thema Natur, Kunst, Demokratie von der natürlichen Umgebung unter freiem Himmel inspirieren zu lassen.

Die Waldkunst-Werkstatt, vergangenes Jahr im Ludwigshöhviertel erfolgreich neu angeboten, wird auf dem Spielplatz des Viertels fortgesetzt: Am 19. Juni, 4. September und 2. Oktober lädt die Künstlerin Kim Rathnau Jung und Alt nachmittags zum kreativen Gestalten ein. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Während der Laufzeit des Internationalen Waldkunstpfades ist samstags und sonntags der Infostand von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Zelt dort können sich Besucher an Kaffee und Kuchen erfreuen, für fünf Euro den Lageplan erwerben sowie Waldkunsthonig und Souvenirs mit nach Hause nehmen. An beiden Tagen werden um 15 Uhr Führungen angeboten. Der Eingang zum Waldkunstpfad, mit einem Wegweiser markiert, befindet sich auf der Klappacher Straße stadtauswärts hinter dem Polizeipräsidium. An der ersten Kreuzung nach dem Waldparkplatz trifft man auf den Infostand.

Waldkunst gibt es nicht nur in Darmstadt, sondern auch im benachbarten UNESCO Welterbe Grube Messel. Neu hinzu kam dort in diesem Jahr ein Steinkleid, dem seine Schöpferin Regina Frank (Portugal) den Titel Es flüstert stille Ewigkeit gab. Den Rahmen dazu liefert die aktuelle Ausstellung Messel 30+ – Silber, Saurier und andere Steine.

Der Internationale Waldkunstpfad wurde 2002 vom Verein für Internationale Waldkunst e. V. in Kooperation mit HessenForst ins Leben gerufen. Über die Jahre waren daran mehr als 200 Künstlerinnen und Künstler aus 45 Ländern beteiligt. Aktuell befinden sich etwa 45 Kunstwerke der vergangenen Waldkunstpfade im Wald und zehn Kunstwerke im Außenbereich der Grube Messel. Kontinuierliche Beobachtung durch Mitarbeiter des Vereins gewährleistet den Erhalt und die Sicherheit der Kunstobjekte. Was den kritischen Augen nicht mehr standhält, wird entfernt.

Im weltweiten Vergleich mit anderen Nature-Art-Projekten weist der Internationale Waldkunstpfad in Darmstadt Besonderheiten auf, die ihm ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen: Die Kunst entsteht im Wald direkt vor den Augen der Waldbesucher; die Themen werden wissenschaftlich begleitet; der Kunstpfad ist nicht außerhalb der Urbanisation auf freiem Feld angelegt, sondern für alle zugängiger Bestandteil der städtischen Naherholung.


Der 13. Internationale Waldkunstpfad kooperiert mit HessenForst Darmstadt, dem UNESCO Global Geopark Bergstraße-Odenwald, dem UNESCO Welterbe Grube Messel, der Schader Stiftung, Kultur einer Digitalstadt e.V. und der Akademie für Tonkunst. Er wird unter anderem unterstützt von: Kulturfonds Frankfurt RheinMain, World Design Capital Frankfurt RheinMain, Entega Stiftung, HEAG Kulturfreunde, Kultursommer Südhessen, Soroptimist Club Darmstadt und Inner Wheel Darmstadt.

Medienkontakt

Verein für Internationale Waldkunst e. V.
Ute Ritschel, Kuratorin
Internationales Waldkunst Zentrum (IWZ)
Ludwigshöhstraße 137, 64285 Darmstadt
Tel. 06151 7899537 oder 714612
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Web www.waldkunst.com

 

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